DOPA! ist ein begehbares Lehrbuch: Jede Technik unten läuft in unserem Satire-Shop wirklich — mit Spielgeld statt deinem Geld. Schalte im Shop den Trick-Modus ein (Button unten rechts), um sie im Interface markiert zu sehen.
Ein Countdown suggeriert eine Deadline, die es nicht gibt — läuft er ab, startet er einfach neu. Zeitdruck verkürzt die Bedenkzeit: Wer glaubt, gleich etwas zu verlieren, prüft nicht mehr, ob er es überhaupt will.
🎬 Live im Shop: Der „MEGA-BLITZ-VERKAUF"-Banner ganz oben resettet alle 10 Minuten. Für immer.
„Nur noch 3 Stück!" — der angezeigte Restbestand ist frei erfunden. Verknappung aktiviert Verlustangst (FOMO) und macht aus einer Kaufoption eine vermeintlich letzte Chance.
🎬 Live im Shop: Die Restbestände und Balken auf Produktkarten und Detailseiten sind Zufallszahlen.
Der durchgestrichene „Originalpreis" wurde nie verlangt. Der Anker-Effekt lässt jeden Preis günstig wirken, solange daneben eine grössere Zahl steht — „−90%" von Fantasie ist einfach: der Preis.
🎬 Live im Shop: Jedes Produkt trägt 55–94% „Rabatt" auf einen Preis, den es nie gab.
Unvorhersehbare Belohnungen (mal 1, mal 4, selten 1'000) sind der stärkste bekannte Verhaltens-Verstärker — dasselbe Prinzip, das Spielautomaten und Social-Media-Feeds antreibt.
🎬 Live im Shop: Jeder Klick gibt zufällige Spassdollar; Glücksrad, Slot und Rubbellos setzen noch einen drauf.
Ohne Seitenende fehlt der natürliche Moment zum Aufhören. Das Scrollen wird zur Schleife, weil nie ein Abschluss signalisiert wird.
🎬 Live im Shop: Der ungefilterte Produkt-Feed lädt ewig nach. Nur Kategorien und Suche enden ehrlich.
Zwischenwährungen entkoppeln das Ausgeben vom Geldgefühl — Casino-Chips, V-Bucks, Coins. Wer in Fantasiewährung denkt, rechnet nicht mehr in Franken.
🎬 Live im Shop: Spassdollar: geschenkt, wertlos, und trotzdem fühlt sich das Wallet gut an.
Guthaben, Historie und Status erhöhen die Wechselkosten: Wer schon „investiert" hat, kommt wieder — nicht weil es gut ist, sondern weil sonst etwas „verloren" ginge.
🎬 Live im Shop: Dein Spassdollar-Guthaben und die Bestellhistorie binden dich an einen Shop, der nichts verkauft.
„Für dich empfohlen" klingt nach Algorithmus und Datenverständnis — oft steckt schlicht das Sortiment dahinter. Die Behauptung allein erzeugt Relevanzgefühl.
🎬 Live im Shop: Unsere „Empfehlungen" basieren auf exakt nichts. Steht sogar dran: „(angeblich)".
Preise variieren je nach Gerät, Standort oder Verlauf — Apple-Nutzer sahen bei Orbitz teurere Hotels. Unsichtbar, weil niemand den Preis des Nachbarn sieht.
🎬 Live im Shop: DOPA! liest deinen User-Agent: Apple zahlt +15%, Linux bekommt Rabatt. Der Trick-Modus zeigt deinen Tarif.
Der Shop legt ungefragt Zusatzartikel in den Warenkorb — wer an der Kasse nicht aufpasst, kauft mit. Berühmt durch den automatisch beigelegten Riesen-Becher bei SportsDirect.
🎬 Live im Shop: Beim ersten Kauf liegt plötzlich ein „Dopamin-Schutzbrief" (49 💸) im Korb.
Der Lockpreis wächst an der Kasse durch nachträgliche Gebühren — Service, Bearbeitung, „Convenience". Wer mental schon gekauft hat, bricht wegen ein paar Gebühren selten ab (Ticketmaster-Muster).
🎬 Live im Shop: An der Kasse tröpfeln „Verpackungs-Emotion" und „Convenience-Pauschale" nacheinander rein.
Der Ablehnen-Button wird so formuliert, dass Nein-Sagen sich wie eine Charakterschwäche anfühlt: „Nein danke, ich zahle lieber zu viel."
🎬 Live im Shop: Unser Exit-Popup verabschiedet dich mit „Nein danke, ich mag kein Glück".
Bewegt sich die Maus Richtung Schliessen-Button, erscheint ein „letztes Angebot" — deine Abwanderung ist der Trigger. Der Bonus existiert erst, seit du gehen wolltest.
🎬 Live im Shop: Beweg die Maus zum Tab-Schliessen und schau, was passiert (max. 1×/Stunde).
Gratis-Probe einrichten ist ein Klick — danach wandelt sie sich still in ein bezahltes Abo, und die Kündigung wird nirgends beworben. Der Klassiker hinter „Warum zahle ich seit 14 Monaten dafür?"
🎬 Live im Shop: „DOPA! Prime": 7 Tage gratis, danach still 50 💸/Tag. Kündigen: unscheinbarer Footer-Link „Prime verwalten".
Reinkommen ist leicht, rauskommen schwer: Kündigungen und Kontolöschungen verstecken sich hinter Rückhalte-Angeboten, Schuldgefühlen und Extra-Schritten.
🎬 Live im Shop: Konto löschen: trauriger Delfin → Bleibe-Bonus → Tipp-Bestätigung. Bei uns endet es garantiert mit echter Löschung.
Doppelte Verneinungen und verdrehte Checkbox-Logik sorgen dafür, dass du genau das ankreuzt, was du vermeiden wolltest.
🎬 Live im Shop: An der Kasse: „Ich möchte nicht keine Werbe-Mails erhalten ☐". Viel Erfolg.
Anzeigen im Look regulärer Inhalte — nur ein winziger „Anzeige"-Vermerk unterscheidet sie. Die Klickrate lebt von der Verwechslung.
🎬 Live im Shop: Im Feed stecken Produktkarten-Attrappen. Klick eine an und sie outet sich.
„Dein Warenkorb wird nur noch X Minuten reserviert" — eine erfundene Frist gegen das Nachdenken zwischen Auswahl und Kauf.
🎬 Live im Shop: Unser Warenkorb „schmilzt" alle 5 Minuten und rettet sich immer selbst.
Je weniger Klicks und Felder, desto weniger Momente zum Zweifeln. Bequemlichkeit ist die freundlichste Form der Manipulation.
🎬 Live im Shop: Unsere Kasse will nur Name und Ort — Fantasie erlaubt, Hauptsache schnell.
Begriffe grösstenteils nach Harry Brignull (deceptive.design), der den Begriff „Dark Patterns" 2010 geprägt hat. Diese Seite ist Aufklärung, keine Bauanleitung — wobei: Die Bauanleitung liegt längst in jedem zweiten Shop herum.
Erfundener Social Proof (Fake Social Proof)
„Anna aus Zürich hat gerade gekauft", „47 Leute schauen sich das an" — Menschen orientieren sich am Verhalten anderer. Sind die anderen erfunden, funktioniert es trotzdem.
🎬 Live im Shop: Laufband und Kauf-Meldungen kommen aus einem Zufallsgenerator; die Rezensionen sind deklarierte Fiktion.